Dem Gift zu Trotze (Traum vom 17./18.4)

-Ich befinde mich in einem Spiel-Setting ohne zu wissen, dass es ein Traum ist. Ich bin davon überzeugt, dass ich ein Spiel spiele, doch gleichzeitig war ich auch der Protagonist-

Das alte Krankenhaus (welches mich rückblickend zweifellos an das Sanatorium von ‚Outlast‘ erinnert) hat schon bessere Zeiten gesehen, denn es ist verseucht mit widerlichen Necromorphs (Dead Space). In der großen Haupthalle erfreue ich mich zunächst über haufenweise von unterstützenden Items. Ich fragte mich ernsthaft, ob ich aus Versehen den leichten Schwierigkeitsgrad genommen habe, denn in einer Ecke lagen locker 5-1o Items. Vollgepackt mit Munition und Heil-Items öffnete ich die Tür, in der es weitergehen musste. Und schon kamen sie. Aus allen Ecken, hinter und über mir. Doch die zahlreichen Necromorphs waren dank meiner Ausstattung dennoch unterlegen. Mit meinem Plasmacutter zielte ich zunächst auf die Beine, um ihr Tempo zu drosseln. Wenn sie mir zu nahe kamen, gab es zügige Kopftreffer. Schaden gab es für mich so gut wie nie.

Während ich durch die Flure schlenderte wechselte sich das Szenario. Aufeinmal befand ich mich in Breath of the Wild, mit dem vergeblichen Versuch einen zu hohen Berg zu erklimmen. Doch ich und meine Tochter (welche aufeinmal mir zuschaute, aber auch nur in diesem Zelda-Szenario) staunten nicht schlecht, als wir in einer abgelegenen Höhle für Link ein Schrotgewehr und einen Granatwerfer bekamen.

Dann war ich wieder alleine und die Szenerie wechselte zurück zum Krankenhaus, die Innenaustattung ähnelte jedoch mehr die von einer Dark Souls-Burg. Auch die Gegner passten sich dem an, denn die großen Ritterstatuen erwachten zu Leben und ich, immer noch mit dem Plasmacutter ausgerüstet, konnte sie gut auf Abstand halten. Dann ging es in einen (Krankenhaus-)Aufzug, in dem die eine Seite offen war und ich unter Zeitdruck seltsam leuchtende Kleinteile unter Zeitdruck abknallen musste. Dies hat nicht so gut geklappt (Zeitdruck eben^^) und ich erlitt mit jedem verpassten Ziel einen Stromschlag. Doch dann hielt der Aufzug endlich an und ich konnte aufatmen: Checkpoint!

Allerdings hatte ich den Eindruck durch das Tempo einiges übersehen zu haben. Also aktivierte ich den Aufzug erneut. Zu meiner Verwunderung (oder war es ein Spielbug?) gab es nun jedoch keine Action mehr. Alle Gegner waren eingefroren. Necromophs in einer wütenden Angriffspose… die Ritter Statuen blieben leblos. Alles stand still und so konnte ich all die Items in Ruhe einsammeln und auch mal die Gegend genauer betrachten. Zurück zur Eingangshalle war die Eingangstür nun auch offen, lediglich zwei Ritter-Statuen standen davor. Mein Vorhaben mich dazwischen durch zu mogeln endete jedoch mit einem raschen Tod, denn die Wächter standen keinesfalls still und töteten mich mit einem Schlag. Dark Souls halt …

-Mit dem Szenerie-Wechsel verließ ich auch das Spiel-Szenario-

Auf dem Sportplatz fand ich vieler meiner alten Schul-Kollegen wieder. Ich packte das Spiel weg und erzählte meinen Freunden von dem ärgerlichen Tod an der Eingangstür. Offenbar standen mal wieder Bundesjugendspiele auf dem Plan (wie ich es hasste) und auch ich musste mich beteiligen. Jedoch war ich diesmal kein Schüler, sondern ich selbst mit dem Wissen, die Kleine gleich abholen zu müssen. Bis ich dran war dauerte es noch, also quatschte ich mit meinen Freunden. Wie aus dem Nichts erschien dann N. (Real existierende Leute werden manchmal so abgekürzt) mit einer Spritze in der Hand. Ehe ich mich versah rammte er mir diese mit einer grünlichen Flüssigkeit in meinen Handrücken und lachte dabei nur blöd. Was sollte das?! „Mit diesem Zeug wird es dir heute Abend so richtig schlecht gehen, mach dich auf was gefasst“ zischte er lachend und verschwand im gleichen Moment wieder. Ich war außer mir vor Wut. Meine Kumpels versuchten mich zu beruhigen: „Du weisst doch, dass er immer Unsinn treibt“, doch ich schrie ihnen entgegen, dass ich am Abend meine Kleine abholen muss und doch nicht mit benebelten Sinnen da hin kann! Meine Wut trieb mich dazu N. aufzusuchen, doch auf dem unüberschaubaren Sportplatz war das gar nicht so einfach.
Aufeinmal entstand die Problematik, dass ich vier Leute fand, die ihm sehr ähnelten. Doch wer war nun der Richtige?

Der Sportplatz verschwand und der Abend rückte näher. Noch fühlte ich mich klar und bei Sinnen. Das gefiel N. offenbar nicht, denn aufeinmal tauchte er mit einer zweiten Spritze auf. „Ein kräftiger Typ wie du braucht wohl eine höhere Dosierung“ meinte er und stürmte auf mich zu. Ich zog meine Jacke aus, um mich damit von ihm abzuwehren. Wir ringten umher, mein Blick war immer auf die Spritze gerichtet, um aufzupassen, dass sie nicht irgendwie in meinen Körper kam. (Anmerkung: Nein, ich hatte noch nie Erfahrungen mit Drogen aus Spritzen oder sonstwas gemacht :D)

-Doch dann! Wusste ich, dass ich träume. Luzide Traumphase-

Ich beendete die Rangelei mit N., indem ich mich nicht mehr wehrte und streckte ihm freiwillig meine Arme aus. In einem leicht ironischen Ton meinte Ich „Ok ich gebe auf, los gibs mir“, und er spritzte mich augenblicklich zu. (Ok, der Satz klingt zweideutig, aber ich habe mir vorgenommen, sowas im Nachhinein nicht zu korrigieren)
„Tja, armer N.“, entgegnete ich: „Was auch immer das ist, es wird keine Wirkung zeigen. Denn das hier ist nicht echt, sondern nur ein Traum. Du bist nur ein Traum.“ N. blickte proviziert drein und versuchte mich mit weiteren Spritzen zu attackieren. „Oh du glaubst mir nicht? Nun dann werde ich mal langsam aufwachen, denn das wird mir zu blöd mit dir. Wenn ich dann verschwinde, solltest du ja wissen, dass du nur ein Traum bist. Bye bye“

-Und ich triggerte mich zum Aufwachen. Ich war kurz wach, glaube ich zumindest, aber müde. Wenn ich der Müdigkeit nachgebe, komme ich mit hoher Wahrscheinlichkeit nochmal in den Traum. Ich habe nachgegeben-

Ich war wieder bei N.
„Gugg gugg, da bin ich wieder! Na, glaubst du mir jetzt, dass das hier nur ein Traum ist?“ Ich sah zunächst nur die Sporthalle, in der wir uns aufeinmal befanden (Anmerkung: N. hatte mich meistens während des Sport-Unterrichts geärgert), doch dann sah ich den fassungslosen Blick von N. Welch Genugtuung, doch ich kam erst so richtig in Fahrt: „Nun, da ich gerade weiss zu träumen, kann ich im Grunde alles tun, was ich will.“ Ich nahm meine Jacke: „Wie wärs wenn dir diese Jacke nach und nach dein Leben aufsaugt?“ und mit diesem Satz schmiss ich mich auf N., zwischen uns die Jacke, welche tatsächlich eine lebenszehrende Wirkung auf N. ausübte. Dieser war immer noch aggressiv und versuchte mich mit seinem Spritzen zu besiegen. „Ach komm, ich bitte dich. Was willst du damit bezwecken, meine typische Helden-Schwachstelle finden?“ – Mit diesem Satz löste sich N. in Luft auf und das Setting fühlte sich wieder wie in einem Spiel an: Boss besiegt! (Anmerkung: Ich wünsche N. natürlich keine lebenszerrenden Tod oder ähnliches. Ich wusste ja, dass ich träume und ‚kämpfen‘ musste)

-Doch die Turnhalle verschwand und ich befand mich plötzlich in einem Krankenhaus-Zimmer, was ich für die Realität hielt!-

Vor mir war eine Frau, offenbar meine Freundin. (Lange schwarze Haare, hübsch.. schade, hätte ich durchaus auch wirklich als Freundin^^) Sie lag jedoch im Sterben. Irgendeine unheilbare Krankheit schlummerte in ihr. Wir wussten beide, dass sie wohl nur noch wenige Stunden hat, also wich ich nicht von ihrer Seite. Doch an ihrem Bette vor ihr sitzend nickte ich immer wieder ein. So befand ich mich aufeinmal wieder in der Turnhalle.

-Luzides Träumen aktiviert-
Mein nächster Boss war eine Frau, mit der ich offenbar mal zusammen war. Doch kann ich mich an ihr Äußeres nicht mehr erinnern. Lediglich die Tatsache, dass wir uns nicht friedlich getrennt hatten, war zu vermuten. Denn wie eine Furie sprang sie regelrecht auf mich – Naja, zumindest versuchte sie es. Luzides Träumen sei Dank, teleportierte ich mich auf die andere Seite: „Oh vergiss es, an dir mach ich mir nicht die Hände schmutzig“ und setzte mich auf einen aufeinmal erschienenen Stuhl. Ich wünschte mir ein paar leicht bekleidete Damen herbei, die auf meine Ex losstürmten und sie fertig machten. „Fehlt nur noch Popcorn, wenn ich welches mögen würde!“ meinte ich spöttisch während ich beobachtete, wie die Ex von den mir unbekannten Damen verprügelt wurde.

-Luzides Träumen endet-

Doch dann kam ein gigantischer Hüne in die Halle und ich wusste sogleich nicht mehr, dass ich hier die Macht habe. Dennoch war ich noch davon überzeugt, dass meine Jacke eine lebensabsorbierende Kraft mit sich trägt. So nahm ich mir die Jacke und versuchte die gleiche Taktik wie bei N. – Mit Erfolg konnte ich mir die unbekannte Person (Er sah in etwa so aus wie der eine Russe aus irgendeinem ‚Rocky‘-Film) umringen, doch er war von meiner Jacke nicht beeindruckt. Es dauerte deutlich länger bis seine vitalen Kräfte reduziert wurden und ich  bekam unzählige schmerzhafte Schläge, damit er mich von sich reissen konnte. Doch ich blieb standhaft und presste weiterhin meine Jacke an ihn. Es dauerte lange, doch ich konnte ihn besiegen. Oder schlief ich vor Erschöpfung ein? – So genau weiss ich es nicht mehr.

Jedenfalls wurde ich wieder am Sterbebett meiner mir unbekannten Freundin ‚wach‘. Sie war ebenfalls wach und lächelte mich an. Sie meinte zu mir, geheilt zu sein. Es geschah einfach so! Die Werte haben sich normalisiert. Fassungslos glücklich habe ich das sofort in Verbindung mit meinem ‚Traum‘ gebracht, was ich ihr auch sofort erzählen musste. Habe ich das Gift mit meinem Träumen entzogen? Eine wirre Theorie, doch in diesem Moment waren wir davon überzeugt.

Wieder wurde ich aus der ‚Realität‘ heraus gerissen und befand mich wieder in der Turnhalle, in der es nun wieder normal weiter ging. Freunde von mir führten Smalltalk, anscheinend hatte M. (Ja, M., nicht N.^^) Geburtstag. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, da ich die letzten beiden Geburstage nicht dabei sein konnte. Wir sprachen weiter umher, doch… dann wurde ich wach.

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2 Antworten to “Dem Gift zu Trotze (Traum vom 17./18.4)”

  1. Silvia M. Says:

    Ich muss schon sagen,seltsames Zeug ,was du träumst.Was ich sehr markant finde sind diese Zeitsprünge.Das deine kleine drin vorkommt find ich garnichtmal so an den Haaren herbei gezogen,so wie du bist in der Beschützerrolle.Es zeigt nur das du mit Leib und Seele ,,Papa,, bist.Dein Unterbewustsein verarbeitet ja anscheinend sehr viel.
    Dieses luzide träumen beschäftigt dich bestimmt unbewusst ,weil du es in der letzten Zeit z.b. in Outlast wieder thematisiert hast,b.z.w. dein Kopf damit beschäftigt war,so wie ich dich einschätze ,was dieses Thema betrifft.
    Dann kommt noch hinzu das du in letzter Zeit sehr viel Zeit mit deiner Tochter verbracht hast ,so wie ichs mitbekommen habe.
    Nunja es ist schon Wahnsinn wie unser menschlisches Gehirn ,selbst nachts arbeitet,das der Körper ein Wunderwerk ist ,weiss ich seitdem ich selber erkrankt bin und diese Schutzfunktionen des Körpers sind unbeschreiblich.
    So wie du vieles in Träumen verarbeitest,heisst das nur das dich vieles beschäftigt.
    Ich selber habe immer so Phasen wo ich träume ,aber kann selten es so beschreiben wie du,meistens fehlen mir irgendwelche Zusammenhänge.Ich kann mich immer nur an Fetzen erinnern..und frage mich im Nachhinein wies dazu kam ,aber Antworten darauf zu finden ist schwer.Die bekomm ich meistens nie.
    Ich finde es dennoch schön das du deine wirren Träume hier mit uns teilst,so kann man sich auch mal auf andere Ebene miteinander austauschen.
    In diesem Sinne
    LG Via

    • modrome Says:

      Hui, ich glaube, jetzt hast Du mich. Ich streich die Flagge!
      Mit ein bißchen Ruhe und nachdenken, kann eigentlich immer irgendwie etwas mehr oder minder Kluges antworten. Ja okay, meistens bleibt „mehr“ und „klug“ aus meinem vorherigem Satz auf der Strecke. 😉
      Aber was soll ich jetzt mit dem Traum anfangen? Ich weiß es nicht und versuch`s auch garnich. Wer ist eigentlich nun „M“, vermute ma deine Tochter?
      Wie auch immer, dich scheint dieses bewusste Träumen, den Begriff luzides Träummen kenne ich übriegens erst durch dich, extrem zu faszinieren. Zu wissen das man träumt, dass Gefühl hab ich auch öfter (schwammig, aber vorhanden). Vermutlich halt meist kurz vorm aufwachen, aber die Kontrolle haben? Wow, das is mal VR deluxe. Hast Du die Kontrolle oder meinst Du nur es zu kontrollieren? Ist es dann noch ein Traum, oder eher Halbschlafphantasie?
      Irgendwie faszinierend, genauso wie deine Fähigkeit, das Geträumte so wiederzugeben bzw. solch eine Geschichte drum herum zu bauen. Bin grad ein bißerl verunsichert, was ich von dieser Geschichte halten soll.
      Träume aufschreiben, für mich ein unmögliches Unterfangen. Aufwachen tue ich eher langsam. Wenn ich mich dann hochrappel, bleibt der Traum liegen und zieht, mit steigender Entfernung zum Bett, einen immer dünner werdendens Fädchen welches endgültig zerreißt, wenn der erste Kaffe durch is. 😉

      Tja, schau ich so hoch, is „klug“ wohl wieder von dem Necromorph gefressen worden! Aber es bleibt „minder“ und „Antwort“. Der gute Wille zählt, oder? ;-D

      Oki, halt die Ohren steif und träum zur Abwechslung ma wat schönes.
      CU

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